Linux steuert sogar Autos

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Linux und andere Open Source Systeme arbeiten oft im Verborgenen. Manchmal braucht es gar kein komplettes Betriebssystem, sondern nur kleine Teile davon oder Abwandlungen, um zum Beispiel Teile der Elektronik in einem Auto zu steuern.
Bereits im Jahr 2000 hatte die Firma Comroad ein Linux basiertes System auf den Markt gebracht, mit dem man Navigation und Telefonie für recht wenig Geld in jedes Fahrzeug einbauen konnte.

free apps for AndroidDoch dabei blieb es nicht. Immer mehr Zulieferer haben sich auch an Android versucht, was zwar technisch möglich ist, viele aber wegen Sicherheitslücken abschreckt. Deswegen hat man 2014 das Automotive Grade Linux (AGL) angekündigt, das ebenfalls vor allem die Unterhaltungssysteme wie Radio, MP3-Player und Internet im Auto steuern soll. Aber das ist nur der Anfang. In der Zukunft soll man mit den Kollaborations-Projekt auch an der Entwicklung von selbstfahrenden Autos mitarbeiten. Mit einer neuen Version die in 2016 veröffentlicht wurde erhoffen sich die Teilnehmer des Projekts, einen Standard zumindest im Infotainment in Autos setzen zu können. Mittlerweile gehören große Marken zu den Förderern des Projekts, unter anderem sind Ford, Mitsubishi und Mazda schon dabei.
Teil der Roadmap ist auch die Mitentwicklung von Fahrerassistenzsystemen und Headup-Displays – alles unter einer Open Source Lizenz.
Als Grund für die Initiative geben die Macher an, dass durch Kollaboration Innovation beschleunigt wird. Außerdem würden, so ist auf der AGL-Webseite zu lesen, viele Hersteller ihr eigenes Süppchen kochen und die Softwareverbreitung deshalb sehr fragmentiert sei.

Manche gehen aber noch weiter: Einige Entwickler haben bereits das Open-Source-Car angekündigt und manche haben sogar schon Prototypen angefertigt. Der Rallye Fighter ist ein Auto, das unter einer Creative Commons Licence veröffentlich wurde und sogar in der Sendung Top Gear einen Auftritt hatte. OSVehicle Tabby ist zwar kein komplettes Auto, aber es sind die Pläne für ein Chassis dass man sich dann selbst zuschneiden lassen kann. Mittlerweile gibt es auch eine Version für Elektro-Fahrzeuge.